Fremdschämen im Sagrotan-Nebel

Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2017 / Kultur

Wohl nirgends in der Opernliteratur findet sich solch eine schamlos auskomponierte Sexszene wie in Dmitri Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk". Wenn sich die sexuell und emotional ausgehungerte Kaufmanns-Gattin Katerina Ismailowa und ihr etwas derbes Abenteuer in Gestalt des Arbeiters Sergej an die Wäsche gehen, explodiert das Orchester geradezu. Nach dem Höhepunkt gibt es ein drolliges, abwärts gerichtetes Bläser-Gilssando, einen Moment der Erschlaffung, der meist so verstanden wird, wie er gemeint ist. Ein paar Lacher aus dem Publikum gab es dazu auch am Mittwochabend, als das Stück als zweite Opern-Neuinszenierung der diesjährigen Salzburger Festspiele Premiere im Großen Festspielhaus hatte. Was sich ...
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Schlagwörter: Opernkritik, Österreich
Beitrag: Fremdschämen im Sagrotan-Nebel
Quelle: Leipziger Volkszeitung Online-Archiv
Ressort: Kultur
Datum: 04.08.2017
Wörter: 492
Preis: 2.14 €
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