Reliquienkram

Leipziger Volkszeitung vom 14.01.2014 / Kultur

ausgepresst Luther hat ihn angeprangert, den "Reliquienkram" der Kirche. Genützt hat es nichts. Die Katholiken verehren weiter Körperteile diverser Heiliger. Auch die Buddhisten haben Haare oder Zähne ihres Religionsstifter lieb. In der Moderne setzt sich dieser seltsame, oft mit der Störung der Totenruhe verbundene Aufbewahrungstrieb fort. Vordergründig geht es um wissenschaftliche Untersuchungen, wenn Komponistenschädel oder Dichterknochen gehoben werden. Als würden die Werke der Schöpfer, zu denen sie mal gehörten, nicht genug Stoff dafür bieten. Mindestens einen Zacken schärfer ist jetzt die Debatte um eine Mordwaffe: Soll man die Guillotine, mit der wahrscheinlich die Geschwister Scholl am 22. Februar 1943 in ...
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Schlagwörter: Bayern, Bundesrepublik Deutschland
Beitrag: Reliquienkram
Quelle: Leipziger Volkszeitung Online-Archiv
Ressort: Kultur
Datum: 14.01.2014
Wörter: 232
Preis: 2.14 €
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