KZ-Methoden im Kinderheim

Allgemeine Zeitung Mainz vom 05.12.2016 / Region

Wiesbaden. Der eine hatte Blickkrämpfe. Ein Nächster schien psychisch stark verändert und schrie mehrmals laut. Der Kopf eines Dritten war gerötet, seine Muskulatur verkrampfte sich, weshalb sein Rumpf bogenförmig nach hinten überstreckt war. Die bizarren Bilder waren Reaktionsmuster von Probanden, die an Medikamententests teilnahmen. Ihnen war im Januar 1958 Decentan, ein Mittel gegen Schizophrenie, verabreicht worden. Dass sie wussten, was da mit ihnen geschah, daran darf gezweifelt werden. Denn 24 dieser Versuchskaninchen waren Kinder im Alter zwischen fünf und 13 Jahren. Insassen eines Kinderheims. Und der Arzt, der für den Medikamententest verantwortlich zeichnete, hatte die Arznei - wohl bewusst - ...
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Schlagwörter: Medizin, Bundesrepublik Deutschland
Beitrag: KZ-Methoden im Kinderheim
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz Online-Archiv
Ressort: Region
Datum: 05.12.2016
Wörter: 548
Preis: 2.38 €
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